kein

kein
kein Indefinitpronomen; 1 nicht ein (Einziger, Einziges), nicht eine (Einzige): Kein Mensch, kein Laut war zu hören; Sie fand keine saubere Tasse im Schrank; Es regnete keinen einzigen Tag
2 nichts an, nichts von: Sie hatte keine Lust, nach Hause zu gehen; Wir haben kein Geld; Sie hat keine Zeit; sich keine Sorgen, Gedanken machen
3 gespr; (vor Zahlwörtern) verwendet, um auszudrücken, dass ein Zeitraum, eine Zahl, eine Menge nicht ganz erreicht wird ≈ nicht einmal: Das Fleisch hat keine fünf Mark gekostet. - Das war ein Sonderangebot
|| NB: zu 1, 2 und 3: verwendet wie ein attributives Adj.
4 (allein stehend verwendet für Personen) niemand, nicht einer / eine / eines ↔ jeder: Das glaubt dir keiner!; Ich kenne keinen von den beiden (Jungen); Kein(e)s der Kinder war müde
5 (allein stehend verwendet für Sachen) nicht einer / eine / eines davon: ,,Gefällt dir das rote Tuch besser als das blaue?" - ,,Mir gefällt kein(e)s von beiden"
|| NB: zu 4 und 5: verwendet wie ein Subst.
6 (allein in Endstellung verwendet, um das Gesagte hervorzuheben) überhaupt nicht: Lust habe ich keine; Geld hat er keins; Freunde hat er keine
7 verwendet vor einem Adjektiv, um das Gegenteil auszudrücken <kein schlechter Wein (= ein relativ guter Wein); keine schlechte Idee (= eine ziemlich gute Idee)>
|| NB: Die Formen von kein werden wie bei einem Possessivpronomen gebildet; Tabelle unter mein

Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache. 2013.

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  • kein — e, , Plural e; kein and[e]rer; in keinem Falle, auf keinen Fall; zu keiner Zeit; keine unreifen Früchte; es bedarf keiner großen Erörterungen mehr. Allein stehend {{link}}K 76{{/link}}: keiner, keine, kein[e]s; keiner, keine, kein[e]s von beiden …   Die deutsche Rechtschreibung

  • kein — kein: Das allein stehend und attributiv gebrauchte Pronomen ist in mhd. Zeit durch Kürzung aus de‹c›hein »irgendein« in Mischung mit älterem ne‹c›hein »kein« entstanden, nachdem silbenanlautendes ch zu k geworden war. Die Entstehung von ahd.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • kein — Pron. std. (9. Jh.) Stammwort. Vereinfacht aus nichein (auch enchein) mit Verhärtung des Silbenanlauts ch , dieses aus älterem nihein und nicht ein (vgl. gt. nih und nicht , l. neque). Die entsprechenden mittelniederdeutsch mittelniederländischen …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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